M. Kossok, 75 Jahre Oktoberrevolution in Rußland, in Wissenschaft und Sozialismus, Heft 10. Frankfurt/M 1993, S. 45.
N. Suchanow, 1917 - Tagebuch der russischen Revolution, München 1967, S. 602
Lenin beschreibt N. Suchanow folgendermaßen: "Wenn wir von dem Publizisten (...) N. Suchanow sprechen, werden sicherlich alle damit einverstanden sein, daß er nicht der schlechteste, sondern einer der besten Vertreter der kleinbürgerlichen Demokratie ist. Er hat eine aufrichtige Neigung zum Internationalismus, die er in den schwersten Zeiten, mitten im Wüten der zaristischen Reaktion und des Chauvinismus bewiesen hat. Er hat Kenntnisse, und ihm ist das Bestreben eigen, sich über ernste Fragen ein selbständiges Urteil zu bilden, was er durch seine lange Entwicklung von der sozialrevolutionären Ideologie in Richtung zum revolutionären Marxismus bewiesen hat." LW Bd. 25, S. 297.
Während die offizielle sowjetisch-osteuropäische Geschichtsschreibung diesen Bürgerkrieg hauptseitig auf die ausländische Intervention zurückführte (siehe dazu: Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Bolschewiki. Kurzer Lehrgang. Stuttgart 4. Auflage 1974, Kapitel VIII.), ist der tatsächliche Ausgangspunkt der Versuch der Bolschewiki, über die sog. "Komitees der Dorfarmut" (Dekret vom 11.06.1918) die gewaltsame Abschöpfung agrarischer Überschüsse klassenmäßig auch auf dem Lande abzusichern. Logischer Endpunkt des Bürgerkrieges ist die Annahme der NÖP, die den Handel an die Stelle der bewaffneten Getreiderequisitionskommandos der Städte setzt.
LW Bd. 33, S. 466.
Siehe dazu FAZ vom 25.11.92.
Anweiler, Oskar: Die Rätebewegung in Rußland 1905 - 1921. Leiden, Niederlande 1958, S. 25/26. Hervorhebungen von mir, A.S.
LW Bd. 27, S. 547, 23. Juli 1918 (Hervorhebung von mir, A.S.).
Kossok, ebd., S. 43.
LW Bd. 27, S. 464.
Ebd., S. 462.
Ebd., S. 463.
Ebd., S. 464.
Ebd.
Ebd., S. 547.
MEW Bd. 6, S. 107/108.
Ebd.
LW Bd. 31, S. 49
LW Bd. 33, S. 405.
Ebd.
"Hätte Rußland 1890 als reines Agrarland, das Getreide exportiert und dafür fremde Industrieprodukte importiert, existieren und seine Stellung in der Welt behaupten können? Und da, glaube ich, können wir mit Bestimmtheit sagen: Nein. Eine Nation von 100 Millionen, die eine wichtige Rolle in der Weltgeschichte spielt, konnte unter den gegenwärtigen ökonomischen und industriellen Bedingungen nicht auf der Entwicklungsstufe stehenbleiben, auf der Rußland sich bis zum Krimkrieg befand." Brief F. Engels an Nikolai Franzewitsch Danielson vom 18. Juni 1892. MEW, Bd. 38, S. 364.
"Nichts ist in den Sitzungsberichten der ersten Duma aufschlußreicher als die Reden der polnischen und baltischen Bauerndeputierten, die alle keine großen Güter besaßen. Sie leugneten keinen Augenblick, daß die ärmeren Bauern in den Zentralgebieten mehr Land brauchten, aber sie lehnten die Vorstellung, daß die Ausdehnung der primitiven russischen Ackerbaumethoden auf einen größeren Landanteil der Armut auf dem Land abhelfen werde, als illusorisch ab. Das Heilmittel müsse in der Rationalisierung der Landnutzung sowie im intensiveren Anbau gesucht werden." Willetts, H.T., in: Geyer, D. (Hrsg.), Wirtschaft und Gesellschaft im vorrevolutionären Rußland, Köln 1975, S. 181. Die erste Duma wurde nach der Revolution von 1905 einberufen. Die angeführten Reden der polnischen und baltischen Bauerndeputierten spiegeln die Stimmung der Bauernschaft jener Regionen wider, in denen privat wirtschaftende Bauern westeuropäischen Typs seit Jahrhunderten eine eigenständige Wirtschaft betrieben. Die den russischen Zentralgebieten eigentümliche Form des mir ist hier nicht anzutreffen. Konsequenterweise fordern diese Bauern zwar auch mehr Land auf Kosten des Adels, aber zugleich für die russischen Zentralgebiete eine sich auf individuellen bäuerlichen Besitz stützende Intensivierung des Ackerbaus.
"Nach dem Krimkrieg vollzog die russische Regierung eine radikale wirtschaftspolitische Umkehr vom sozialprotektionistischen Kurs im Sinne des Gutsadels hin zur Industrieförderung. Von hier aus allerdings zu schließen, daß die Autokratie mit der Agrarreform auf eine Freisetzung der Bauern zugunsten der Industrie abzielte, verfehlt nicht nur die Absichten der Reformer, sondern auch die soziale Realität. Die Bauernbefreiung (...) diente vor allem der politischen Befriedigung der Leibeigenen, beabsichtigte und verfestigte also in gewisser Weise eine duale ländliche Struktur: Sollten die Gutswirtschaften - mit Hilfe der bäuerlichen Arbeitskräfte - für den Markt und den Export produzieren, wurden die Bauernwirtschaften als Selbstversorgungs- (Subsistenz-)Einheiten konzipiert, deren Lebensfähigkeit allerdings in zunehmenden Umfang von Zusatzverdiensten abhing. In Rußland fehlte eine für Mitteleuropa typische Begleiterscheinung der Befreiung: das Bauernlegen. In bewußter Abgrenzung von den negativen Erfahrungen in Mitteleuropa sollte in Rußland die Proletarisierung der Landbevölkerung vermieden, die Steuerfähigkeit der Höfe erhalten bleiben. Daß damit zugleich die Feldumteilungsgemeinde unberührt gelassen, die kollektive Steuerhaftung sogar gesetzlich verankert wurde, entsprach diesen Intentionen." (Hervorhebung von mir, A.S.) Schramm, G. (Hrsg.), Handbuch der Geschichte Russlands, Bd. III, Stuttgart 1983, S. 17/18.
Ebd., S. 48.
Rosenstock-Huessy, Die europäischen Revolutionen, S. 446
"(...) denn nach 1861 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage des russischen Bauern, und im ganzen gesehen ging es ihm 1900 schlechter als 1800. Für die Landbevölkerung wurde die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer Periode fortschreitenden Verfalls und zunehmender Demoralisierung." Pipes, R., Rußland vor der Revolution. München 1977, S. 170.
So unter anderen F. Engels, der hierzu bemerkte: "Die russische Gemeinde hat Hunderte von Jahren bestanden, ohne daß aus ihr je ein Antrieb hervorgegangen wäre, aus ihr selbst eine höhere Form des Gemeineigentums zu entwickeln; ebensowenig wie dies der Fall war mit der deutschen Markverfassung, den keltischen Clans, den indischen und sonstigen Gemeinden mit primitiv-kommunistischen Einrichtungen. Sie alle haben im Laufe der Zeit, unter dem Einfluß der sie umgebenden resp. in ihrer eignen Mitte entspringenden und sie allmählich durchdringenden Warenproduktion und des Austausches zwischen Einzelfamilien und Einzelpersonen mehr und mehr von ihrem kommunistischen Charakter verloren und sich in Gemeinden gegeneinander selbständiger Grundbesitzer aufgelöst. Wenn also überhaupt die Frage aufgeworfen werden kann, ob die russische Gemeinde ein andres und besseres Schicksal haben wird, so ist nicht sie selbst schuld daran, sondern einzig der Umstand, daß sie sich in einem europäischen Land in relativer Lebenskraft erhalten hatte bis zu einer Zeit, wo nicht nur die Warenproduktion überhaupt, sondern selbst deren höchste und letzte Form, die kapitalistische Produktion, in Westeuropa in Widerspruch geraten ist mit den von ihr selbst erzeugten Produktivkräften, wo sie sich unfähig beweist, diese Kräfte fernerhin zu leiten, und wo sie an diesen inneren Widersprüchen und den ihnen entsprechenden Klassenkonflikten zugrunde geht. Schon hieraus geht hervor, daß die Initiative zu einer solchen etwaigen Umgestaltung der russischen Gemeinde nur ausgehen kann nicht von ihr selbst, sondern einzig von den industriellen Proletariern des Westens. Der Sieg des westeuropäischen Proletariats über die Bourgeoisie, die damit verknüpfte Ersetzung der kapitalistischen Produktion durch die gesellschaftlich geleitete, das ist die notwendige Vorbedingung einer Erhebung der russischen Gemeinde auf dieselbe Stufe. In der Tat: Nie und nirgends hat der aus der Gentilgesellschaft überkommene Agrarkommunismus aus sich selbst heraus etwas andres entwickelt als seine eigne Zersetzung." (Hervorhebung von mir, A.S.) Engels, F., MEW Bd. 22, S. 426ff. Engels bindet hier die sozialistische Umgestaltung der russischen Dorfgemeinde an den Sieg der proletarischen Revolution in Westeuropa. Aus sich selbst heraus sei die russische Dorfgemeinde, wie jeder "überkommene Agrarkommunismus", zu keiner anderen Entwicklung fähig, als der der eigenen Zersetzung.
"Die landwirtschaftliche Kommune (obscina) war eine eigenständige slawische Einrichtung, die besonders bei den Ostslawen ausgebildet war. Sie vereinigte das Kollektiveigentum am Boden mit dessen privater Nutzung bei periodischer Aufteilung und bäuerlicher Leitung (mir); ihre Ursprünge liegen im Dunkeln.
Manche Historiker halten sie für eine aus wirtschaftlicher und sozialer Not erwachsene Verteidigung gegen die harten Umweltbedingungen, eine sehr alte Form des Kampfes ums Dasein also, die spontan entstanden sei, für die man aber freilich aus der Zeit vor dem 16. Jahrhundert keine gesicherte Quelle besitzt. Nach anderen ist die obscina von der Regierung geschaffen worden, ist also eine Organisationsform, die von den Vertretern der staatlichen Macht den Bauern aus Verwaltungs- und Steuergründen auferlegt wurde; sie gehe nicht vor das 16. Jahrhundert zurück, und ihr Erscheinen sei mit dem Entstehen des zentralistischen Staats verknüpft.
Diese beiden Erklärungen schließen einander sicher nicht aus; die Einrichtung des mir ist vielleicht alter Herkunft, aber sicher ist sie erst zur Zeit Iwans des Schrecklichen konsolidiert und vereinheitlicht worden." Portal, R.; Die Slawen. München 1971, S. 16.
Bei der Zadruga handelt es sich um "eine alte südslawische Institution (...) Die Zadruga war eine vielleicht mit der russischen Dorfgemeinschaft (mir) vergleichbare Einrichtung, bei der bewegliche und unbewegliche Habe Gemeinschaftseigentum der (Groß)Familie war. Die österreichischen Grenzbehörden hatten die Zadruga gefördert und ihre Rechtsverhältnisse noch 1807 durch ein besonderes Gesetz geregelt, da eine Großfamilie den militärischen Bedürfnissen besser Rechnung tragen konnte als die Einzelfamilie." (Bartel, P., Grundzüge der jugoslawischen Geschichte, Darmstadt 1985, S. 45.) Portal bestreitet ohne Angabe von Gründen jegliche Ähnlichkeit der Zadruga mit der russischen Dorfgemeinde. (Portal, a.a.O., S. 17)
Chamberlain, W. H., Die russische Revolution 1917-1921. Frankfurt/M. 1958, S. 57/58
Siehe dazu Willetts, a.a.O., S. 183.
Nötzold, J., in: ebd., S. 247.
LW Bd. 16, S.79/80.
"Der Erlaß vom 9. November gab jedem Bauern das Recht, seinen Landanteil als sein Privateigentum registrieren zu lassen, ohne die Dorfgemeinde vorher zu fragen und 'jederzeit zu verlangen, daß die Dorfgemeinde seine Landstücke austauscht, um möglichst einen konsolidierten Besitz an einer Stelle zu erreichen'. Hatte sich die Bauernfamilie seit der letzten Umteilung zahlenmäßig verkleinert, so daß ihr Landanteil unverhältnismäßig groß war, durfte der Bauer das Land trotzdem behalten (...). Der Bauer, der sich 'losgetrennt' hatte, behielt seinen Anteil an der Nutzung der der Gemeinden gehörenden Wiesen, Weiden und Wälder. Das endgültige Gesetz vom 14. Juli 1910 erklärte sogar Gemeindemitglieder, die keine Teilung seit der ursprünglichen Landübertragung vorgenommen hatten, ohne die Formalität der Registrierung auf der Stelle zu Eigentümern. Stolypins Ziel war es also, den Abzug aus der Dorfgemeinde mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu beschleunigen." Willetts, a.a.O., S. 182/183.
"Trotz all dieser Kritiken konnte der russische Marxismus als ein ideologisch einheitliches, wenn auch innerlich differenziertes Lager gelten, solange die Marxisten in dem Kampf gegen die Volkstümler und gegen die Theorie eines besonderen, nichtkapitalistischen Entwicklungsweges Rußlands die Hauptaufgabe der Sozialdemokratie sahen. Gegen Ende des Jahrhunderts war jedoch offenkundig, daß die ökonomischen Auffassungen der Volkstümler unhaltbar geworden waren, da sich alle Appelle, den Kapitalismus aufzuhalten, als von vornherein wirkungslos erwiesen hatten; die Verteidigung der Dorfgemeinde wurde von den Marxisten aller Schattierungen als eine gegenstandslose Frage betrachtet." (Hervorhebung von mir, A.S.) Kolakowski, L., Die Hauptströmungen des Marxismus, Bd. 2, S. 415.
"Die Nationalisierung des Grund und Bodens (...) befreit das Volk mit einem Schlage von allem und jedem Moder mittelalterlicher Grundeigentumsformen. Weder gutsherrlicher Grundbesitz noch bäuerlicher Anteillandbesitz, sondern nur ein neuer, freier Grundbesitz - das ist die Losung des radikalen Bauern. Und diese Losung bringt die Interessen des Kapitalismus (bei dessen Nennung der radikale Bauer in seiner Einfalt ein Kreuz schlägt), die Interessen einer größtmöglichen Entwicklung der Produktivkräfte des Bodens unter den Verhältnissen der Warenproduktion am entschiedensten und konsequentesten zum Ausdruck. (...) Der Trudowikibauer (ein Flügel der Sozialrevolutionären Partei, A.S.), in der Tat der entschiedenste bürgerliche Revolutionär, ist in seinen Reden ein kleinbürgerlicher Utopist, der sich einbildet, die 'schwarze Umteilung' sei der Ausgangspunkt von Harmonie und Brüderlichkeit, nicht aber des kapitalistischen Farmertums." LW Bd. 13, S. 278/279.
"Der 'starke' Bauer hatte es nicht immer eilig, die Dorfgemeinde zu verlassen, wo er seine ärmeren Nachbarn bequem ausbeuten konnte, und der schwache Bauer zögerte häufig, einen winzigen Anteil als Eigentum zu übernehmen, auf dem 'das Kalb nicht mehr stehen kann, wenn die Kuh sich hinlegt'. Die Bauern scheuten sich häufig, die Vorteile der Dorfgemeinschaft aufzugeben und die hohen Kosten für das Baumaterial eines neues Hauses und das Graben eines Brunnen auf sich zu nehmen. Dadurch verzögerte sich die Umwandlung der in Privatbesitz übergegangenen Landanteile in Gehöfte in manchen Gegenden sehr. Die Flurbereinigung, die manchmal mit der übereifrigen Hilfe der örtlichen Beamten auf Druck von oben erfolgte, führte häufig zu Reibungen und selbst zu heftigen Widerständen im Dorf." Willetts, a.a.O., S. 183.
Kautsky, K., Triebkräfte und Aussichten der russischen Revolution, in: Die neue Zeit, Stuttgart 1906, 24.Jhrg. 1. Bd., S. 329 - 332.
Nötzold, a.a.O., S. 234/35.
Kautsky, ebd.
Ebd.
Willets, a.a.O., S. 179.
Anweiler, a.a.O., S. 25/26
Rosenstock-Huessy, a.a.O., S. 459
Marx, K., MEW Bd. 6, S. 102-124.
Engels, F., MEW Bd. 22, S. 513/514 (Hervorhebung von mir, A.S.).
Ebd.
Ebd., S. 515 (Hervorhebung von mir, A.S.).
Ebd., S. 523.
Ebd., S. 521/522.
Kautsky, K., Triebkräfte und Aussichten der russischen Revolution, in: Die Neue Zeit, 24. Jahrgang, Erster Band, Stuttgart 1906, S. 329 - 332.
Ebd.
Ebd.
Kautsky, K., Brief an M. Schanin, April 1906, zitiert nach LW Bd. 13, S. 367.
Kautsky, K., Brief an P. Maslow, 1906, zitiert nach LW Bd. 13, S. 368.
Kautsky, Die Neue Zeit, a.a.O., S. 333 (Hervorhebung von mir, A.S.).
So formuliert Kautsky am Ende des bereits zitierten Artikels noch einmal sehr deutlich seine Position: "Wir dürften der russischen Revolution und den Aufgaben, die sie uns stellt, am ehesten gerecht werden, wenn wir sie weder als bürgerliche Revolution im herkömmlichen Sinne, noch auch als sozialistische betrachten, sondern als einen ganz eigenartigen Prozeß, der sich an der Grenzscheide zwischen bürgerlicher und sozialistischer Gesellschaft vollzieht, die Auflösung der einen fördert, die Bildung der anderen vorbereitet und auf jeden Fall die ganze Menschheit der kapitalistischen Zivilisation um ein gewaltiges Stück in ihrem Entwicklungsgang vorwärts bringt." Ebd.
Trotzki, L. D., in: Ergebnisse und Perspektiven, Die permanente Revolution (Doppelausgabe), Frankfurt/M. 1971, S. 13 (Permanente Revolution).
Ebd., S. 106 (Ergebnisse und Perspektiven).
Ebd., S. 109.
Ebd.
Ebd., S. 32 (Permanente Revolution).
Ebd., S. 73/74 (Ergebnisse und Perspektiven).
Ebd., S. 106/108.
Ebd., S. 107/108.
Maslow, P.P., zitiert nach LW Bd. 13, S. 257.
Trotzki, a.a.O., S. 75 (Ergebnisse und Perspektiven).
Ebd., S. 78/79.
Ebd., S. 79.
Ebd., S. 119/120.
"Wenn die Partei des Proletariats einmal die Macht übernimmt, wird sie bis zum Ende um sie kämpfen." Ebd., S. 82.
Ab dem Sommer 1918 versuchte die Partei der Bolschewiki, den "Klassenkampf in das Dorf zu tragen" und in gewisser Weise die von Trotzki konzipierte Theorie auf die russischen Verhältnisse anzuwenden. Die Folgen waren der Bürgerkrieg und die vollständige Zerrüttung der inneren Verhältnisse Rußlands. Mit dem Übergang zur "Neuen Ökonomischen Politik" erkannte die SdAPR die reale Grundlage ihrer Macht wieder an, das Bündnis mit der Gesamtheit der Bauernschaft. Dies bedeutete erst einmal den Verzicht auf alle sozialistischen Experimente zur Umgestaltung der Agrarverhältnisse.
LW Bd. 9, S.77.
LW Bd. 13, S. 105.
Ebd., S. 290.
Ebd., S. 353/354.
Ebd., S. 281.
Ebd., S. 318.
Ebd., S. 285.
Ebd., S. 289/290.
Ebd., S. 334.
Ebd., S. 281.
LW Bd. 23, S.384/85.
LW Bd. 24, S. 4.
Kamenew, J., zitiert nach: LW Bd. 24, S. 32.
LW Bd. 24, S. 33.
Ebd., S. 27.
Ebd., S. 29.
Ebd., S. 30.
Ebd., S. 29/30.
Ebd.
Ebd., S. 34.
"Aber laufen wir nicht Gefahr, in Subjektivismus zu verfallen, in den Wunsch, über die unvollendete - noch in der bäuerlichen Bewegung befangene - Revolution bürgerlich-demokratischen Charakters in die sozialistische Revolution 'hinüberzuspringen'? Hätte ich gesagt: 'Weg mit dem Zaren, her mit der Arbeiterregierung', so würde mir diese Gefahr drohen." LW Bd. 24, S. 30/31. So einfach hatte Trotzki seine Theorie allerdings auch nicht formuliert. Lenin geriet auf diese schiefe Bahn, weil er sich weigerte, die Frage der Abgeschlossenheit der bürgerlich-demokratischen Revolution anders als nur politisch zu definieren. Durch das Offenbleiben der Agrarfrage und die Unentwickeltheit der Klassendifferenzierung im russischen Dorf erlebte Rußland in der Tat noch eine zweite "Etappe der bürgerlich-demokratischen Revolution" nach dem Februarumsturz, wiederum unter Führung des Proletariats und der Bauernschaft im Oktober 1917.
Chamberlain, W.H., a.a.O., S. 205.
Lorenz, R., Sozialgeschichte der Sowjetunion, Frankfurt/M. 1976, S. 57.
Anweiler, O., a.a.O., S. 123/124.
Ebd., S. 131 (Hervorhebung von mir, A.S.).
Ebd.
Suchanow, N., a.a.O., S. 204-205.
Dan, Th., Die Sozialdemokratie Rußlands nach dem Jahre 1908, in "Geschichte der russischen Sozialdemokratie", Erlangen 1973, S. 294.
Ebd.
Ebd.
Bucharin, N., Das Jahr 1917, Frankfurt/M. 1988, S. 54.
Dan, a.a.O., S. 300.
Moorehead, A., Roter Oktober, München 1958, S. 195/196.
Ebd.
"Aber selbst liberale und konservative Patrioten drängte die innerpolitische Entwicklung während des Krieges in verbitterte Opposition gegen das herrschende Regime (...) Die Kriegssituation verschärfte die bestehenden Gegensätze ins Unerträgliche. Unfähigkeit der Regierenden setzte sich ja nun sofort in nationale Mißerfolge um (...) Nur so erklärt es sich, daß die in ihrer Zusammensetzung reichlich konservative vierte Duma in einen immer schärferen Gegensatz zur Regierung geriet und dem auch in Form eines politischen Zusammenschlusses der gesamten Mitte zum so genannten 'Progressiven Block' Ausdruck gab. Er reichte von der gemäßigten Rechten bis zu den Kadetten; nur die reaktionären Splitterparteien auf dem äußersten rechten und die Sozialisten auf dem äußersten linken Flügel blieben außerhalb. Das Programm des Progressiven Blocks, wie es im August 1915 zum erstenmal formuliert und von der Mehrheit der damals amtierenden Minister als eine brauchbare Verhandlungsgrundlage akzeptiert wurde, gipfelte in dem Verlangen nach einer Regierung, die das Vertrauen des Volkes genieße. Umgekehrt müsse das Mißtrauen der Regierung gegen jede Initiative der Öffentlichkeit zur Erhöhung der Kriegsanstrengungen verschwinden, es müsse die dauernde Einmischung der militärischen Führung in die zivile Verwaltung, die Diskriminierung der nationalen und religiösen Minderheiten, die Umgehung der ordentlichen Gerichte durch eine administrative Strafpraxis beseitigt werden, und ähnliches mehr. (...) Was indessen geschah, war das genaue Gegenteil." Stökl, G., Russische Geschichte, Stuttgart 1990, S. 630/631. Der Kern der Forderungen reduzierte sich auf zwei Punkte: Erstens eine der Duma verantwortliche Regierung, will heißen, eine von der Bourgeoisie kontrollierte Regierung; zweitens effektivere Anstrengungen im ökonomischen und militärischen Bereich, um den Krieg siegreich beenden zu können.
Medwedjew, R.A., Oktober 1917, Hamburg 1979, S. 36/37.
Suchanow, N., a.a.O., S. 342 (Hervorhebung von mir, A.S.).
Dan, a.a.O., S. 294.
Suchanow, N., a.a.O., S. 346.
Ebd., S. 351/352.
Abramovitch, R.R., Die Sowjetrevolution, Hannover 1963, S. 51/52.
Suchanow, N., a.a.O., S. 468.
Chamberlain, W.A., a.a.O., S. 137.
Hildermeier, M., Die russische Revolution 1905-1921, Frankfurt/M. 1989, S. 168.
Moorehead, A., a.a.O., S. 248/250.
Bucharin, N., a.a.O., S. 47.
Chamberlain, W.H., a.a.O., S. 136.
Kerenski, A., Vom Sturz des Zarentums bis zu Lenins Staatsstreich, Dresden 1928, S. 272.
Chamberlain, W.H., a.a.O., S. 148.
Ebd., S. 145.
Suchanow, N., a.a.O., S. 469.
Hildermeier, M., a.a.O., S. 181/182.
Chamberlain, W.H., a.a.O., S. 197.
Hildermeier, M., a.a.O., S. 227 (Hervorhebung von mir, A.S.).
Ebd., S. 224.
Ebd., S. 225.
Ebd., S. 202-204 (Alle Hervorhebungen von mir, A.S.).
Lorenz, R., Rußland (Fischer Weltgeschichte Bd. 31), Frankfurt/M. 1972, S. 279 (Hervorhebung von mir, A.S.).
LW Bd. 13, S. 285.
Suchanow, N., a.a.O., S. 620.
Zitiert nach: LW Bd. 26, S.250-251.
Medwedjew, R.A., a.a.O., S. 128.
Ebd., S. 125.
LW Bd. 32, S. 342 (Hervorhebung von mir, A.S.).
LW Bd. 27, S.328-335 (Hervorhebung teilweise von mir, A.S.).
Lorenz, Sozialgeschichte, a.a.O., S. 85.
Hildermeier, M., a.a.O., S. 243.
LW Bd. 9, S. 36.
Engels, F., MEW Bd. 22, S. 515.
Literatur
Abramovitch, R.R., Die Sowjetrevolution, Hannover 1963.
Anweiler, O., Die Rätebewegung in Rußland 1905 - 1921. Leiden, Niederlande 1958.
Bartel, P., Grundzüge der jugoslawischen Geschichte, Darmstadt 1985.
Bucharin, N., Das Jahr 1917, Frankfurt/M. 1988.
Chamberlain, W.H., Die russische Revolution 1917 - 1921. Frankfurt/M. 1958.
Dan, T., Die Sozialdemokratie Rußlands nach dem Jahre 1908, in "Geschichte der russischen Sozialdemokratie", Erlangen 1973.
Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Bolschewiki. Kurzer Lehrgang. Stuttgart 4. Auflage 1974.
Geyer, D. (Hrsg.), Wirtschaft und Gesellschaft im vorrevolutionären Rußland, Köln 1975.
Hildermeier, M., Die russische Revolution 1905 - 1921, Frankfurt/M. 1989.
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Lorenz, R., Rußland (Fischer Weltgeschichte Bd. 31), Frankfurt/M. 1972.
Medwedjew, R.A., Oktober 1917, Hamburg 1979.
Moorehead, A., Roter Oktober, München 1958.
Pipes, R., Rußland vor der Revolution. München 1977.
Portal, R., Die Slawen. München 1971.
Rosenstock-Huessy, Die europäischen Revolutionen.
Stökl, G., Russische Geschichte, Stuttgart 1990.
Suchanow, N., 1917 - Tagebuch der russischen Revolution, München 1967.
Trotzki, L. D., Ergebnisse und Perspektiven, Die permanente Revolution, (Doppelausgabe) Frankfurt/M. 1971.